Glaukom-Laser
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Auf einen Blick

Für wen?

  • Offenwinkelglaukom: Selektive Laser-Trabekuloplastik (SLT) zur Drucksenkung.
  • Engwinkelglaukom / Winkelblock-Risiko: Nd:YAG-Iridotomie zur Druckentlastung und Anfallsprophylaxe.
  • Ziel: Druck senken (SLT) bzw. Druckausgleich herstellen und Kammerwinkel öffnen (Iridotomie).
  • Ablauf & Dauer: Ambulant, betäubende Tropfen, Laser über Kontaktglas; wenige Minuten pro Auge.
  • Nachsorge: Kurzzeitige Tropfen (entzündungshemmend / drucksenkend), abschliessende Kontrolle inkl. Druckmessung.

So läuft die Behandlung ab

SLT (Selektive Laser-Trabekuloplastik) – beim Offenwinkelglaukom

Die SLT behandelt gezielt pigmentierte Zellen im Trabekelwerk, dem Abflussbereich des Kammerwassers.

  • Vorbereitung: betäubende Tropfen, manchmal drucksenkende Tropfen vorab; ein Kontaktglas wird aufgesetzt.
  • Laser: Kurze, schonende Impulse regen die pigmentierten Zellen zur „Erneuerung“ an → der Abfluss verbessert sich → der Augeninnendruck sinkt.
  • Nachsorge: kurze Beobachtung; häufig entzündungshemmende Tropfen für einige Tage. Druckkontrolle nach Plan.

Nd:YAG-Iridotomie – beim Engwinkelglaukom

Die Iridotomie schafft eine winzige Öffnung im Randbereich der Iris.

  • Vorbereitung: pupillenverengende Tropfen, Betäubung, Kontaktglas zur Stabilisierung.
  • Laser: Mit präzisen Impulsen wird ein kleiner Durchgang in die periphere Iris gelasert. Das Kammerwasser kann zwischen Hinter- und Vorderkammer frei zirkulieren → der Winkel öffnet sich → das Anfallsrisiko sinkt deutlich.
  • Nachsorge: kurze Beobachtung, danach entzündungshemmende oder drucksenkende Tropfen je nach Befund. Häufig wird auch das Partnerauge prophylaktisch behandelt.

Wirkung & Evidenz

SLT

  • typische Drucksenkung: ~20-30 %
  • Wirksamkeit bei ca. 70-80 % der Patient:innen
  • geeignet als Primärtherapie oder Ergänzung zu Tropfen
  • kann wiederholt werden

Iridotomie

  • Standardverfahren zur Akut- und Prophylaxe-Behandlung des Engwinkels
  • verringert das Risiko eines Winkelblocks deutlich
  • kleine Öffnung meist optisch unauffällig und ohne Einfluss auf die Sehqualität

Risiken & Alternativen

SLT – mögliche Nebenwirkungen

  • kurzfristiger Druckanstieg
  • leichte Reizung, Lichtempfindlichkeit
  • vorübergehende Entzündung

Iridotomie – mögliche Nebenwirkungen

  • kurzfristige Druckschwankungen
  • leichte Blutung oder Rötung
  • gelegentliche Lichtphänomene (Halos), meist vorübergehend
  • sehr selten Hornhaut-/Linsenirritationen

Alternativen

  • Offenwinkel: Augentropfen, MIGS oder filtrierende Eingriffe
  • Engwinkel: ggf. Linsenoperation, wenn Linse sehr voluminös oder Katarakt vorhanden

→ Die Wahl richtet sich nach Anatomie, Glaukomtyp und Verlauf.

Was Sie erwarten dürfen (Zeitplan)

  • Direkt / 24 h: leichtes Fremdkörpergefühl/Blendung möglich; Alltag meist rasch möglich, jedoch kein Autofahren bei pupillenverengenden Tropfen.
  • Tage-Wochen: SLT: Drucksenkung baut sich schrittweise auf (volle Wirkung nach wenigen Wochen).
  • Iridotomie: Druckausgleich sofort, Stabilisierung über die nächsten Tage.
  • Kontrollen: regelmässige Druckmessungen + Beurteilung von Sehnerv und Gesichtsfeld.

Was ist der Unterschied zwischen SLT- und Iridotomie-Behandlung?

SLT und Iridotomie sind Laserbehandlungen für Glaukom, die sich in ihrem Ziel und Mechanismus unterscheiden: SLT (Selektive Lasertrabekuloplastik) zielt darauf ab, den Abfluss des Kammerwassers zu verbessern, indem sie das Trabekelwerk stimuliert, um den Augeninnendruck bei einem Offenwinkelglaukom zu senken. Eine Iridotomie hingegen schafft ein kleines Loch in der Regenbogenhaut, um den Abfluss zu erleichtern und den Druck bei einem Engwinkelglaukom zu normalisieren, indem sie den Fluss des Kammerwassers zwischen vorderer und hinterer Augenkammer ermöglicht.

Tut eine SLT- oder Iridotomie-Behandlung weh?

Nein. Dank betäubender Tropfen spüren die meisten nur leichtes Druck- oder Wärmegefühl. Der Eingriff dauert wenige Minuten und ist in der Regel sehr gut verträglich.

Wie schnell wirkt die SLT beim Offenwinkelglaukom?

Die Drucksenkung beginnt oft nach wenigen Tagen und stabilisiert sich über mehrere Wochen. Der volle Effekt wird typischerweise nach 4-6 Wochen erreicht – und kann Monate bis Jahre anhalten.

Woran erkenne ich, dass ich eine Iridotomie brauche?

Sie ist sinnvoll bei anatomisch engem Kammerwinkel oder Winkelblock-Risiko. Häufig wird sie empfohlen, wenn das Auge „flach“ gebaut ist oder der Arzt im Gonioskopie-Befund eine relevante Enge sieht.

Kann der Laser meine Glaukomtropfen ersetzen?

Bei vielen Patienten ja, besonders nach SLT. Bei anderen reduziert der Laser zumindest die Tropfenanzahl. Ob Tropfen abgesetzt werden können, zeigt die Verlaufskontrolle.

Welche Risiken muss ich beachten?

Gelegentlich treten kurzfristige Druckspitzen, Rötung oder Lichtphänomene auf. Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Wichtig sind frühe Kontrollen – besonders am Tag der Behandlung und in den folgenden Wochen.

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